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"Feuerwehr hautnah": JGS zu Gast im Feuerwehrhaus

Im Rahmen der diesjährigen Projektwoche der Johannes-Gutenberg-Schule in Hainstadt beteiligt sich die Freiwillige Feuerwehr Hainstadt mit dem Projekt "Feuerwehr hautnah". Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern einen praxisnahen Einblick in die Arbeit der Feuerwehr zu ermöglichen.

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Im Verlauf der Woche erhalten acht Kinder aus den 4. Klassen die Gelegenheit, verschiedene Aufgabenbereiche und Abläufe der Feuerwehr kennenzulernen. Den Abschluss bildet eine Präsentation der erarbeiteten Inhalte im Rahmen des Schulfestes am Freitag.

Tag 1:

Pünktlich um 7:45 Uhr trafen sich alle Schülerinnen und Schüler am Feuerwehrhaus. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde und einem Kennenlernspiel begann der Tag mit einem Rundgang durch das Feuerwehrhaus.

Da das schnelle und korrekte Ausrollen von Schläuchen eine zentrale Grundlage für den Löschangriff darstellt, stand diese praktische Übung direkt zu Beginn auf dem Programm - eine Aufgabe, die sich als anspruchsvoller erwies, als zunächst angenommen.

Nach einem gemeinsamen Frühstück wurden die Kinder mit Kleidung der Jugendfeuerwehr ausgestattet. Ein Gruppenfoto auf der Drehleiter durfte dabei natürlich auch nicht fehlen.

Im Anschluss setzten sich die Schülerinnen und Schüler intensiver mit dem Thema Drehleiter auseinander. Dabei wurden unter anderem folgende Fragen behandelt:

  • Wofür wird eine Drehleiter eingesetzt?
  • Welche Aspekte sind zu beachten?

Nachdem diese Inhalte gemeinsam erarbeitet worden waren, durfte jedes Kind selbst aktiv werden: Vom Bedienstand aus konnte der Korb gesteuert werden, außerdem bestand die Möglichkeit, eine Fahrt im Korb der Drehleiter zu erleben.

Den Abschluss des Tages bildete eine Einführung in die verschiedenen Organisationsformen der Feuerwehr. Besonders hervorgehoben wurde, dass der überwiegende Teil der Feuerwehren in Deutschland aus freiwilligen Feuerwehren besteht, deren Mitglieder ehrenamtlich tätig sind. Berufs- und Werkfeuerwehren stellen hierbei die Ausnahme dar.

Nach diesem ereignisreichen ersten Tag blicken alle Beteiligten gespannt auf die kommenden Projekttage. 

Tag 2:

Den heutigen Tag begannen wir mit feuriger Action: einem Unterricht zum Thema „Brennen und Löschen“. Was auf den ersten Blick langweilig klingt, war es keinesfalls. Wir beschäftigten uns mit den Voraussetzungen für einen Brand und untersuchten in Experimenten das unterschiedliche Brennverhalten von Stoffen. Neben einer Verpuffung sorgte vor allem die Mehlstaubexplosion für große Augen bei den Schülerinnen und Schülern.

Nach einem gemeinsamen und ausgiebigen Frühstück im Feuerwehrkeller widmeten wir uns dem Thema „Notruf“. Wir besprachen, wie man richtig einen Notruf absetzt und was dabei zu beachten ist. In einem Rollenspiel simulierten wir verschiedene Notfallsituationen. Die Jugendlichen konnten aus vorbereiteten Szenarien wählen und ein Notrufgespräch „durchspielen“.

Anschließend ging es in die Fahrzeughalle. Dort schauten wir uns die verschiedenen Fahrzeuge an, besprachen ihre Einsatzbereiche und welche Besonderheiten sie in ihrer Ausstattung aufweisen. Außerdem thematisierten wir die Aufgaben der einzelnen Trupps sowie deren Sitzordnung im Fahrzeug. Nach einer kurzen Rundfahrt mit unserem LF 10/6 – dem Fahrzeug, das auch bei der Übung zum Einsatz kommen wird – wurde dieses noch einmal genauer unter die Lupe genommen. Besonders die wasserführenden Armaturen standen dabei im Fokus, auch im Hinblick auf die Vorbereitung der Abschlussübung.

Ein spannender Tag! Morgen geht es weiter – wir freuen uns schon!

Tag 3:

Am morgen des dritten Projekttages starteten wir noch vor dem Frühstück mit einem spannenden Einblick in die persönliche Schutzausrüstung der Feuerwehr. Neben der klassischen Brandschutzkleidung lernten die Schülerinnen und Schüler auch Spezialkleidung wie Hitzeschutzanzüge, Chemikalienschutzanzüge, Motorkettensägekleidung und Klettergurte kennen. Dabei ging es vor allem um die Frage: Welche Ausrüstung wann verwendet wird, und vor welchem Gefahren sie schützt.

Nach dem Frühstück ging es draußen und deutlich praktischer weiter. Im Fokus stand die FwDv3. - also die Aufgabenverteilung der einzelnen Trupps im Löscheinsatz. Wir wiederholten den Umgang mit wasserführenden Armaturen, übten das Auffinden von Hydranten, setzten ein Standrohr und testeten verschiedene Strahlrohrtypen mit ihren unterschiedlichen Sprühbildern. Zusätzlich trainierten wir die korrekte Sitzordnung im Fahrzeug sowie die Antreteordnung. Zum Abschluss des Tages führten wir eine "trockene" Brandangriffsübung mit Bereitstellung durch, um die Abläufe zu festigen.

Ein abwechslungsreicher und praxisnaher Tag, der allen großen Spaß gemacht hat.

Tag 4:

Am Donnerstag starteten wir mit der Erkundung verschiedener Hydrantenarten. Neben den in Hainstadt üblichen Unterflurhydranten lernten wir auch zwei Bauformen von Überflurhydranten kennen.

Nach dem Frühstück ging es an die Vorbereitung unserer Abschlussübung. Nach dem die Trupps (Angriffs-, Wasser- und Schlauchtrupp) sowie die Funktionen (Fahrzeugführer, Maschinist und Melder) eingeteilt waren und alle Abläufe sowie benötigte Materialien besprochen wurden, begannen wir mit dem Üben des Löschangriffs. Von Übung zu Übung passten die Abläufe immer besser.

Nach einer kurzen Eis-Pause gab es zur Abkühlung noch eine Nass-Übung. Dies tat bei diesen sommerlichen Temperaturen ziemlich gut.

Im Anschluss konnten alle die Wärmebildkamera als wichtiges Einsatzmittel kennenlernen. Sie macht Wärmequellen selbst bei dichtem Rauch sichtbar und ermöglicht so beispielsweise das schnelle Auffinden von Personen oder Glutnestern.

Tag 5:

Am Abschlusstag unserer Projektwoche widmeten wir uns dem Thema "Erste Hilfe". Neben unterschiedlichsten Möglichkeiten zum Anlegen eines Verbandes konnten die Kinder auch einen Rettungswagen erkunden und kennenlernen.

Besonders das Probeliegen auf der Trage und die Vakuummatratze sorgte für große Begeisterung.

Am Vormittag fand unsere Generalprobe für die Abschlussübung im Rahmen des Sommerfestes der Schule statt. Um 15:30 Uhr war es dann so weit: "Einsatz für die Projektwoche - F1: Brennt Gaswanne!" - Vor vielen Zuschauerinnen und Zuschauern zeigten alle ihr Können und konnten das Gelernte der Woche erfolgreich anwenden - am Ende hieß es: Feuer aus.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Schülerinnen und Schülern für diese tolle Woche sowie bei allen helfenden Händen. Wir hoffen, wir konnten euch einen spannenden Einblick in die Arbeit der Feuerwehr geben - und dass ihr genauso viel Spaß hattet wie wir.

 

 

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